Osteoporose und Knochendichte-Messung

Die Stabilität des menschlichen Knochens wird überwiegend durch dessen Kalk-Gehalt bestimmt. Mit abnehmendem Kalk-Gehalt wird der Knochen bruchgefährdet und es entsteht eine Osteoporose. Am häufigsten entsteht die Osteoporose infolge der Umstellung der Knochenstoffwechsels in den Wechseljahren der Frau. Aber auch andere Faktoren wie länger andauernde Kortisoneinnahme können eine Osteoporose auslösen. Die Folge können schmerzhafte Wirbelkörpereinbrüche oder auch Schenkelhalsfrakturen sein. Es ist daher wichtig, die Osteoporose möglichst im Anfangsstadium zu erkennen und ihr Fortschreiten aufzuhalten. Um die Osteoporose zu erkennen, wird heutzutage die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) verwendet.Mit der Knochendichtemessung wird der Kalkgehalt des Knochens bestimmt. Gemessen werden die bruchgefährdeten Knochen der Wirbelsäule, des Oberschenkelhalses oder des Unterarms.
Die Osteoporose (= poröser Knochen) ist heutzutage weitverbreitet. Bei zunehmendem Rundrücken, Knochenbruch ohne nachvollziehbares Trauma oder eine Abnahme der Körpergröße sowie Auftreten von Osteoporose innerhalb der Familie sind ein Hinweis auf diese Erkrankung. Ebenso gelten Rauchen, Minderkonsum von Milchprodukten oder Operationen an der Schilddrüse (meist mit Entfernung der Nebenschilddrüsen) als Risikofaktoren für Osteoporose. Sollte ein Osteoporoseverdacht bestehen, so sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der nach entsprechender Befragung und Abwägung der Risikofaktoren eine Knochendichtemessung veranlassen kann.
Mit der Knochendichtemessung kann die Diagnose gesichert werden, eine entsprechende Therapie kann eingeleitet werden. Hiernach zeigen Kontrollmessungen z.B. in jährlichen Abständen die Wirksamkeit der Therapie.
Die Osteoporose sollte aber möglichst vor dem ersten Knochenbruch entdeckt werden, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Die Knochendichtemessung ist also als Vorsorgeuntersuchung sehr wichtig und gehört auch nach den Leitlinien der DVO zur Standartmethode.
Die Kosten für die Untersuchung trägt prinzipiell die gesetzliche Krankenversicherung.
Seit 1. April 2000 gilt dies aber nur, wenn bereits ein Knochenbruch bei geringem Anlaß eingetreten ist und zusätzlich Verdachtsmomente für eine Osteoporose vorliegen.
Besteht noch kein Knochenbruch, muß diese Untersuchung entsprechend dem Beschluß des Gesundheitsministeriums vom Patienten selbst bezahlt werden. Der Preis richtet sich nach der gesetzlichen Gebührenordnung für ärztliche Leistungen.